Mit 320 Sachen auf Mäusejagd

21. Internationale Fürstenfelder Naturfototage: Greifvögel stehlen allen die Show.

Fürstenfeldbruck (so) – Die Besucher der Fürstenfelder Naturfototage sind ein umfangreiches, gut zusammengestelltes Programm seit nunmehr 21 Jahren gewohnt. Das war auch vom 22. bis 25. August in diesem Jahr nicht anders. Auf der einen Seite kostenpflichtige Foto-Workshops, Multivisions-Vorträge und Seminare von Fachleuten. Auf der anderen ein kostenloses Rahmenprogramm, das größtenteils guten Anklang bei den Besuchern fand: Aktionsflächen, Ausstellungen, Bauern- und Naturmarkt und natürlich die Greifvogel-Flugvorführungen. Die Falkner (heuer aus der Greifvogelstation Hellenthal in der Eifel) und Ihre pfeilschnellen Adler und Falken ließen viele Augenpaare blitzen. Sofern man die bis zu 320 km/h schnelle Geschöpfe „scharf“ stellen konnte. Hilfreich dabei waren die riesigen Teleobjektive der Kamerahersteller. Außerdem kam die tatsächlich deutlich geringere Fluggeschwindigkeit auf dem Klosterareal den Besuchern zugute. Ein fachkundiger Moderator wusste den staunenden Besuchern Erstaunliches zu berichten. Neben der enormen Geschwindigkeit der Greifvögel bestechen die Tiere durch ein höchst entwickeltes Sehvermögen. Mit ihren sprichwörtlichen „Adleraugen“ können sie kleine Beutetiere, etwa eine Maus, aus Höhen von über drei Kilometern erkennen. Diese Kombination aus Schnelligkeit und Genauigkeit schafft wohl keine Kamera der Welt. Zu Schmunzeln gab’s bei der Vorführung am Sonntag auch etwas: ein Jungadler flog nicht direkt zu seinem Falkner, sonder erstmal auf einen Aussichtspunkt knapp unter dem Dach des Stadtsaal-Gebäudes. Super-Aussicht von da oben: Adlerauge, sei wachsam. 

Foto: Sommer.
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